Statuten

Franz-Michael-Felder-Verein / Vorarlberger Literarische Gesellschaft



§ 1

(1) Der Verein führt den Namen „Franz-Michael-Felder-Verein / Vorarlberger Literarische Gesellschaft“.
(2) Er hat seinen Sitz in Bregenz.

§ 2

(1) Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt:
a) Die Pflege und Förderung des Werkes von Franz Michael Felder.
b) Herausgabe und Förderung von Publikationen mit Bezug zu Vorarlberg
c) Förderung des literarischen Lebens in Vorarlberg

(2) Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Der Verein darf nur für seine satzungsgemäßen Zwecke Vermögen ansammeln. Ein sich allenfalls ergebender Gewinn ist ausschließlich zur Erfüllung des Vereinszwecks zu verwenden und darf nicht an Mitglieder ausgeschüttet werden. Der Verein darf abgesehen von völlig untergeordneten Nebenzwecken keine anderen als gemeinnützige Zwecke verfolgen.

§ 3

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

(2) Als ideelle Mittel dienen
a) Versammlungen und Besprechungen zur Koordinierung der Vereinsinteressen
b) Vorträge, Lesungen, Diskussionsabende, Literaturreisen, Publikationen u. ä.

(3) Als materielle Mittel dienen
a) Mitgliedsbeiträge, Subskribentenbeiträge
b) Spenden, Vermächtnisse u. ä.

§ 4

Der Gesellschaft gehören an
a) ordentliche Mitglieder
b) Ehrenmitglieder

§ 5

(1) Ordentliche Mitglieder können physische Personen, Personengesellschaften und juristische Personen werden. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand auf Grund einer schriftlichen Anmeldung. Der Ausschuß kann die Aufnahme endgültig und ohne Angabe von Gründen ablehnen.

(2) Zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft können auf Antrag des Vorstandes durch Beschluß der Generalversammlung Personen ernannt werden, die sich um den Verein oder um die Vorarlberger Literatur besondere Verdienste erworben haben.

§ 6

(1) Alle Mitglieder des Vereins haben Sitz und Stimme in der Generalversammlung und das Recht, an allen Veranstaltungen des Vereines teilzunehmen und allfällige durch den Verein geschaffene Begünstigungen in gleichem Umfange in Anspruch zu nehmen, insbesondere die vom Verein herausgegebenen Werke zum Subskriptionspreis zu beziehen.

(2) Alle Mitglieder des Vereines sind verpflichtet, die Vereinsziele zu fördern, die Statuten zu beachten, den Beschlüssen der Vereinsorgane zu entsprechen und die vorgeschriebenen Leistungen zu erbringen, insbesondere die vom Verein herausgegebenen Werke mit mindestens einem Exemplar zu subskribieren.

§ 7

(1) Die Mitgliedschaft endet durch
a) Tod, bei Personengesellschaften und juristischen Personen durch deren Auflösung,
b) freiwilligen Austritt,
c) Streichung,
d) Ausschluß.

(2) Der Austritt kann nur zum Jahresende erfolgen. Er muß dem Vorstand mindestens 1 Monate vorher schriftlich erklärt werden. Eine verspätete Austrittserklärung wird erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.

(3) Die Streichung eines Mitgliedes kann der Verein vornehmen, wenn dieses mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages trotz dreimaliger Mahnung länger als ein Jahr im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt davon unberührt.

(4) Der Ausschluß eines Mitgliedes kann vom Vorstand wegen gröblicher Verletzung der Statuten oder der Vereinsinteressen beschlossen werden. Gegen den Ausschluß ist binnen vier Wochen Berufung an die Generalversammlung zulässig, bis zu deren Entscheidung die Mitgliedsrechte ruhen. Aus den gleichen Gründen kann von der Generalversammlung auf Antrag des Vorstandes die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft beschlossen werden.

§ 8

(1) Die Organe des Vereins sind
a) die Generalversammlung
b) der Vorstand
c) die Rechnungsprüfer
d) das Schiedsgericht

(2) Die Tätigkeit in den Vereinsorganen wird ehrenamtlich ausgeübt. Inwieweit Auslagen ersetzt werden, bestimmt der Vorstand.

§ 9

(1) Die Generalversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Die ordentliche Generalversammlung findet innerhalb der ersten sechs Monate jeden Jahres an dem Ort statt, der von der im Vorjahr stattgefundenen Generalversammlung bestimmt wurde.

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet statt auf Beschluß des Vorstandes oder auf Verlangen von mindestens 1/10 aller Mitglieder oder des Kontrollorganes. Die Mitglieder und das Kontrollorgan haben dieses Verlangen schriftlich unter Angabe der Gründe und der gewünschten Tagesordnungspunkte an den Vorstand zu stellen. Dem Verlangen auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung ist binnen acht Wochen zu entsprechen.

(3) Die Einberufung einer Generalversammlung hat der Obmann durch schriftliche Einladung aller Vereinsmitglieder vorzunehmen. Die Einladungen müssen spätestens zwei Wochen vor dem Zusammentritt der Generalversammlung ergehen. Sie haben den Zeitpunkt und Ort der Versammlung sowie die Tagesordnung bekanntzugeben.

(4) Anträge der Mitglieder und des Vorstandes können nur dann auf die Tagesordnung der Generalversammlung gesetzt werden, wenn sie spätestens acht Tage vor deren Zusammentritt beim Obmann schriftlich eingebracht werden. Wenn der Obmann einen Antrag auf Aufnahme eines Punktes in die Tagesordnung ablehnen will, hat er die Angelegenheit zu Beginn der Generalversammlung vorzulegen. Diese entscheidet mit Zweidrittelmehrheit.

(5) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, so übernimmt der Schriftführer den Vorsitz. Wenn auch dieser verhindert ist, hat das älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz zu führen.

(6) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienen beschlußfähig.

(7) Die Generalversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Beschlüsse auf Ernennung von Ehrenmitgliedern, auf Änderung der Vereinsstatuten oder auf Aufl ösung des Vereines erfordern jedoch eine Zweidrittelmehrheit.

(8) Juristische Personen als Vereinsmitglieder werden in der Generalversammlung durch einen Bevollmächtigten vertreten.

(9) Gültige Beschlüsse können nur über Anträge gefaßt werden, die auf der Tagesordnung stehen.

(10) Bei jeder Generalversammlung ist ein Protokoll zu führen, aus dem insbesondere die Gegenstände der Verhandlung und die gefaßten Beschlüsse ersichtlich sein müssen. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterfertigen. Das Protokoll ist binnen vier Wochen vom Vorstand zu genehmigen. Allen Mitgliedern ist auf Verlangen Einsicht in das Protokoll zu gewähren.

§ 10

Die Generalversammlung ist zuständig zur
a) Bestellung und Abberufung des Vorstandes und des Kontrollorganes,
b) Beschlußfassung über den Voranschlag
c) Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses,
d) Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages,
e) Genehmigung der vom Vorstand zur Herausgabe vorgeschlagenen Werke,
f) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft,
g) Entscheidung über Berufungen gegen den Ausschluß von Mitgliedern,
h) Änderung der Vereinsstatuten,
i) Auflösung des Vereins.

§ 11

(1) Der Vorstand besteht aus
a) Obmann
b) Obmannstellvertreter
c) Schriftführer
d) Kassier
e) Beiräte

(2) Die Funktionsperiode des Vorstandes beträgt 3 Jahre.
(3) Der Vorstand kann bis maximal fünf Beiräte für die Dauer von drei Jahren kooptieren. Diese haben in den Sitzungen des Vorstandes beratende Stimme.
(4) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne Vorstandsmitglieder entheben.
(5) Der Vorstand ist berechtigt, Vorstandsmitglieder zu entheben, wenn sie drei aufeinanderfolgenden Sitzungen unentschuldigt ferngeblieben sind.
(6) Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes tritt das erstgewählte Ersatzmitglied, bei Ausscheiden eines weiteren Vorstandsmitgliedes das zweite Ersatzmitglied an seine Stelle als Vorstandsmitglied. Wird der Vorstand durch das Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern beschlußunfähig oder beruht das Ausscheiden auf einem Enthebungsbeschluß der Generalversammlung, so obliegt die Ergänzung des Vorstandes auf die statutengemäße Mitgliederzahl der Generalversammlung.
(7) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Der Rücktritt wird jedoch erst mit der Bestellung des Nachfolgers wirksam. Die Rücktrittserklärung ist an den Obmann, im Falle des gemeinsamen Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten.
(8) Der Vorstand ist vom Obmann nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Jahr, zu Sitzungen einzuberufen. Auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Drittel der Vorstandsmitglieder oder auf Verlangen des Kontrollorganes hat der Obmann binnen drei Wochen eine Vorstandssitzung einzuberufen.
(9) Den Vorsitz in den Sitzungen führt der Obmann, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, so hat das älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz zu führen.
(10) Der Vorstand ist bei Anwesenheit von drei Mitgliedern beschlußfähig und faßt seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der § 9 Abs. 10 gilt sinngemäß.
(11) Die Mitglieder des Kontrollorganes sind berechtigt, den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme beizuwohnen.

§ 12

(1) Der Vorstand ist zur Besorgung aller Angelegenheiten zuständig, die nicht ausdrücklich anderen Vereinsorganen vorbehalten sind.
(2) Zur wissenschaftlichen Beratung steht dem Vorstand ein von ihm aus der Mitte der Vereinsmitglieder gebildeter literarischer Beirat zur Seite. Dem literarischen Beirat obliegt die Erstattung von Vorschlägen über die Herausgabe von Werken und die Beurteilung literarischer Fachfragen.
(3) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Obmann, einen Obmannstellvertreter, einen Schriftführer, einen Kassier und einen Vertreter des nach Abs. 2 gebildeten literarischen Beirates.

§ 13

(1) Der Obmann vertritt den Verein nach außen. Er ist zuständig zur Führung der laufenden Angelegenheiten und zu den ihm nach den Statuten ausdrücklich obliegenden Aufgaben.
(2) Schriftstücke des Vereines sind vom Obmann und Schriftführer zu unterfertigen. Falls es sich um Geldangelegenheiten handelt, hat anstelle des Schriftführers der Kassier zu unterzeichnen. Alltägliche Schriftstücke ohne grundsätzliche Bedeutung können vom bearbeitenden bzw. veranlassenden Vorstandsmitglied ohne Gegenzeichnung unterfertigt werden.
(3) Der Obmannstellvertreter hat den Obmann bei Verhinderung zu vertreten.
(4) Dem Schriftführer obliegt die Führung des Protokolls über die Sitzungen der Generalversammlung und des Vorstandes. Er hat ferner die Korrespondenz des Vereines zu besorgen.
(5) Der Kassier hat die gesamten Geld- und Rechnungsgeschäfte der Gesellschaft zu führen.

§ 14

(1) Zwei unabhängige und unbefangene Personen werden von der Generalversammlung für 3 Jahre als Rechnungsprüfer gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
(3) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Die Bestimmungen des § 11 Abs. 5 - 6 gelten für die Rechnungsprüfer sinngemäß.

§ 15

(1) In allen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis entscheidet ein Schiedsgericht.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Je zwei hievon sind innerhalb einer vom Vorstand gesetzten Frist von den beiden Streitteilen namhaft zu machen. Diese vier Mitglieder wählen mit Stimmenmehrheit ein fünftes ordentliches Vereinsmitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit.
(4) Die Entscheidung des Schiedsgerichtes sind endgültig.

§ 16

(1) Der Verein kann nur durch eine zu diesem Zweck einberufene Generalversammlung aufgelöst werden. Im Falle der Auflösung entscheidet die Generalversammlung über das Vermögen.
(2) Falls eine solche nicht mehr zusammentreten kann, entscheidet über das Vermögen der Vorstand.
(3) Falls weder Generalversammlung noch Vorstand über das Vermögen entscheiden können, soll das Vereinsvermögen möglichst einer Einrichtung mit gleichen Zielen übertragen werden.

(Beschlossen am 16. Mai 2006 anläßlich der 38. Generalversammlung in Bregenz)